Einstellungen-M-BUS

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Inhaltsverzeichnis

Allgemein

In diesem Dialog werden Einstellungen zur Konfiguration von M-BUS Geräten vorgenommen. Zum Auslesen von M-BUS Geräten wird das HMI-Master RS232 - M-BUS Gateway benötigt. 

Hinweis: Es besteht zwar die Möglichkeit M-BUS Zählern eine Primäradresse zuzuweisen, es wird jedoch empfohlen die Geräte bereits programmiert zu bestellen bzw. vom Installateur programmieren zu lassen. M-BUS Elektrozähler besitzen meist ein Display und eine Bedieneinheit mit der die Adresse programmiert werden kann, hier ist keine Vorprogrammierung notwendig. Alle Geräte am M-BUS müssen zudem die selben Schnittstellenparameter (Baudrate, Parity) verwenden.


Settings mbus.png
 

Einstellungen

 

Verwenden Dienst aktivieren.Ist die Dienst gestartet, wird das Feld M-BUS grün angezeigt.

Schnittstelle

_______________

Einstellung der Schnittstellenparameter. Die Schnittstellenparameter entnehmen Sie bitte der Beschreibung der M-BUS Geräte. Wichtig: Alle Geräte am M-BUS müssen die selben Schnittstellenparameter (Baudrate) verwenden.


Funktionen im Popupmenü

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Zeile in der Tabelle um das Optionsmenü anzuzeigen. Die Befehle aus dem Menü gelten immer für den Zähler der jeweiligen Zeile in der die rechte Maustaste betätigt wurde.

Wichtig: Bevor diese Funktionen verwendet werden können, müssen Schnittstellenparameter und ID in der Tabelle eingetragen und gespeichert sein. Klicken Sie daher vorher auf Speichern in der Toolbar.

  • Leseanforderung senden: Sendet eine Leseanforderung an den Zähler, die Antwort wird im Feld "Empfangen" angezeigt.
  • Initialisierung senden: Sendet eine Initialisierung zum Zähler. Funktioniert die Kommunikation, Antwortet der Zähler mit E5.
  • Primäradresse programmieren: Geben Sie im Eingabefenster die aktuelle und die neue ID ein. Nach dem Klick auf Speichern wird das Telegramm zur Programmierung der Primäradresse gesendet. Im Anzeigefeld Empfangen wird die Antwort des Zählers angezeigt. Manche M-BUS Zähler verwenden eigene Protokolle, daher kann nicht garantiert werden, dass das Programmieren der Adresse bei jedem Zähler funktioniert. Normalerweise werden neue Zähler mit der ID 0 oder 1 geliefert.
Mbus prim addr.png
  • Baudrate programmieren: Es wird das Telegramm zum Programmieren der Baudrate gesendet, als Baudrate wird die Einstellung aus "Schnittstelle" verwendet.Mache M-BUS Zähler verwenden eigene Protokolle, daher kann nicht garantiert werden, dass das Programmieren bei jedem Zähler funktioniert,


Tabelle

In dieser Tabelle werden alle M-BUS Geäte eingetragen die abgefragt werden sollen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Tabelle und wählen Sie "Zeile einfügen" um eine neue Abfrage zu erstellen. 


Name Optionaler Name zur besseren Übersicht.
ID

Primäradresse des Zählers

Die Adresse des Zählers kann von 1 bis 250 programmiert werden, folgende Adressen sind reserviert:

  • 000: Neue Zähler werden meist mit der ID 0 ausgeliefert.
  • 255: Broadcastadresse ohne erwartete Antwort.
  • 254: Broadcastadresse mit erwarteter Antwort. Dient als Adresse nur für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, nicht
    im Netzwerk.
  • 253: Adressierung über die Sekundäradresse in der Netzwerkschicht (diese Adressierungsart wird zurzeit nicht unterstützt)
Abfragecode In dieser Spalte kann ein Abfragecode angegeben werden. Standard ist 123 (7B Hex), alternativ kann auch  91 (5B Hex) verwendet werden. Bisher ist nur ein ABB Zähler bekannt der einen anderen Abfragecode verwendet, den Code 123 unterstützten alle Hersteller.

Intervall

_____________________

Abfrageintervall in Sekunden. Wichtig: Batteriebetriebene Zähler haben meiste eine Begrenzung was die Anzahl der Abfragen betrifft. Dieser maximale Intervall darf nicht überschritten werden damit die Batterie die vorschriftsmäßige Zeit hält. Den Intervall entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Zählers.
Index 1-16 Index und KNX Variable. Sie können die KNX Variable per Drag&Drop vom Adressfenster in diese Spalte ziehen. Zu jeder KNX Variable muss ein Index angegeben werden, der Index entspricht der Nummer einer Variable aus dem M-BUS Zähler. Diese Index können Sie mit "Leseanforderung senden" und Auswertung ermitteln.
KNX Adresse 1-16


Einrichtung Auswertung

Zur Einrichtung klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Zeile und wählen Sie Leseanforderung senden aus dem Popupmenü. Im unteren Anzeigefeld "Empfangen" wird die Antwort des Zählers angezeigt. Klicken Sie auf "Auswertung" um die Daten des Zählers anzuzeigen:


Mbus auswertung.png

In diesem Dialog werden alle Werte des Zählers mit Einheit angezeigt. Die Zeilennummer entspricht dem Index, dieser Index muss in der Tabelle vor jeder KNX Variable eingetragen werden. Sie können den Wert per Drag/Drop direkt in die Tabelle ziehen und in der Spalte Index (vor der Spalte KNX Variable) fallen lassen.

Serielle Schnittstelle

Die Schnittstellenparameter der seriellen Schnittstelle entnehmen Sie bitte der Beschreibung des M-BUS Gerätes.  Die Schnittstellenbezeichnungen für die HMI-Control finden Sie hier: HMI-Control. Siehe auch: Schnittstellenbezeichnungen unter Windows


Schaltplan




Fehlersuche

Funktioniert die Kommunikation mit den Zählern nicht, kann das folgende Ursachen haben:

  • Verdrahtungsfehler an der seriellen Schnittstelle. RX/TX am MBUS Gateway sind vertauscht (RX = Empfangen, TX = Senden). Bei jeder Abfrage muss die TX LED am Gateway blinken bzw. kurz aufleuchten, Antwortet der Zähler, blinkt auch die RX LED. Bitte Beachten: Die LED auf dem M-BUS Gateway beziehen sich auf den M-BUS. TX bedeutet, dass Daten auf den M-BUS übertragen werden, RX dass Daten am M-BUS empfangen werden.
    Die Klemmen am M-BUS Gateway beziehen sich auf die RS232 Schnittstelle, hier muss an der RX Klemme die TX Leitung der RS232 angeschlossen werden (bei 9 poligem Stecker Pin 2 = TX), an der TX Klemme die RX Leitung der RS232 Schnittstelle (bei 9 poligem Stecker Pin 3 = RX).
  • Verdrahtungsfehler am MBUS. Zu Testzwecken sollte man nur einen Zähler am Bus anschließen, funktioniert dieser den zweiten usw.
  • Einstellungen der Schnittstelle prüfen. Baudrate, Parity usw. müssen mit den Zählern übereinstimmen, alle Zähler müssen mit den selben Schnittstellenparametern programmiert sein.
  • MBUS Zähler sind nicht mit der richtigen Primäradresse programmiert, siehe Test mit Broadcast ID
  • Battieriebetriebene Zähler haben meist eine Grenze was die Abfrageintervalle betrifft. Die Zähler dürfen nur eine gewisste Anzahl pro Stunde/Tag abgefragt werden, damit für die Battierie eine gewisse Lebendauer garantiert werden kann. Ist diese Anzahl überschritten, antwortet der Zähler unter unständen auch nicht mehr. Nähleres finden Sie in der Dokumentation zum Zähler. Erfahrungsgemäß ist ein Abfrageintervall von einer Stunde bei den meisten Zählern kein Problem.

Debug Konsole

In der Debug Konsole werden erweiterte Fehlermeldungen angezeigt. Öffnen Sie die Debug Konsole an der HMI-Master Software, gibt es Fehler beim Initialisieren der Schnittstelle, werden diese beim Speichern der Einstellungen und bei der Abfrage der Zähler in der Konsole ausgegeben.

Test mit Broadcast ID

Mit der ID 245 (Broadcast) kann der Zähler unabhängig von seiner tatsächlichen ID ausgelesen werden. Für diesen Test darf nur ein Zähler am Bus angeschlossen und nur ein Zähler in den Einstellungen aktiv sein. Manche M-BUS Zähler Antworten auch auf die ID 254.

  • Geben Sie die ID ein
  • Einstellungen speichern
  • Rechte Maustaste auf eine Zeile und Leseanforderung oder Initialisierung senden auswählen
  • Antwortet der Zähler ist die Verdrahtung in Ordnung
In der Antwort sieht man dann auch die aktuelle Zähler ID:

68 7E 7E 68 08 03 ...

In Byte Nummer 6 (in diesem Beispiel ID3) wird die Zähler ID in Hex ausgegeben.