Grafische Logikprogrammierung - Logik GUI

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Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Logik gui.png

Bedienung

Das Bearbeiten der Logiken ist sowohl im Konfigmode als auch im Runtime Mode möglich. Mit dem Speichern der Logiken werden die sofort an den Server übertragen und aktiviert (wenn eine Verbindung zum Server besteht), ein Übertragen des Projektes ist nicht nötig.

Alle Werte die in den Logiken angezeigt werden, werden online vom Server an die Visualisierung übertragen. Sie sehen also keine Simulation, sondern immer den aktuellen Zustand der Logiken bzw. der Anlage.

Rechts neben den Logikseiten wird der Projektbaum dargestellt:


Logik gui projektfenster.png


Ebene 1 stellt die Seite dar, Ebene 2 die einzelnen Logiken der Seite und Ebene 3 die Ein- Ausgänge der einzelnen Logiken. Sie können auf jede Ebene mit der rechten Maustaste klicken um spezifische Optionen einzustellen, beispielsweise die neue Logikseiten hinzufügen oder löschen.

Tipp: Sobald man auf einen Ein- Ausgang an einer Logik klickt, wird dieser im Projektbaum selektiert, hier kann man die Variablen mit Strg+C / V kopieren und an anderen Logiken wieder einfügen.

Tipp: Um mehr Platz für die Ansicht der Logiken zu haben, können Sie mit der Taste F4 die seitlichen Eigenschaftsfenster ein- ausblenden. Beim Ausblenden wird zur Baumansicht der Controls, zusätzlich die Baumansicht der KNX Adressen eingeblendet.

Tipp: Im Konfigmode können Sie KNX Variablen auf einen freien Bereich ziehen, daraufhin wird eine Suchfunktion nach dieser Variable gestartet. Ist das Suchfenster sichtbar, können Sie auch weitere Variablen in dieses Fenster ziehen um danach zu suchen. Doppelklicken Sie auf eine Zeile im Suchfenster, wird in der Logik auf die entsprechende Seite gewechselt und die Logik ausgewählt.

Alle verfügbaren Logiken sind in Themenbereiche unterteilt, um eine Logik einzufügen, klicken Sie auf einen Button in der Titelleiste und wählen Sie eine Logik aus dem Menü:

Logik gui toolbar.png
Logik gui menu top.png


Sie können die Logiken frei im Logikfenster positionieren. Für das Bearbeiten können Sie die üblichen Tastenkombinationen zum Löschen, ausschneiden und einfügen verwenden (Strg+C usw.).

Die Ein- Ausgänge der Logiken können mit KNX Adressen oder Konstanten belegt werden. Um einen Ein- Ausgang mit einer KNX Adresse zu belegen, ziehen Sie eine Adresse aus der Baumansicht der KNX Adressen mit der Maus per Drag&Drop auf einen Ein- Ausgang der Logik.

Hinweis: Wir ein Ein- Ausgang mit einer neuen Adresse belegt, wirkt sich das nur nach dem Speichern der Logiken aus, ein direkter online Change ist nicht möglich.

Um einen Eingang mit einem konstanten Wert zu belegen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Baumansicht auf einen Eingang und wählen Sie „Konstanter #Wert“ aus dem Menü.

Hinweis: Konstanten werden immer mit einer Raute „#“ am Beginn gekennzeichnet. Geben Sie „#10“ ein um den Wert 10 vorzugeben.

Um die einzelnen Logiken untereinander zu verbinden, betätigen Sie den Toolbutton „Verbinden“ (9)

Der Mauszeiger ändert sich nun und zeigt einen 1 an. Klicken Sie auf einen Ausgang, der Mauszeiger zeigt nun eine 2 an, klicken Sie auf einen Eingang einer anderen Logik. Es wird nun einen Verbindung angezeigt:

Logik gui connect.png

Hinweis: Für die Verbindungen werden symbolische eindeutige Namen verwendet. Es besteht zwar die Möglichkeit diese umzubenennen, dies wird aber nicht empfohlen. Einige Funktionen, wie beispielsweise das Ex- Importieren einer Logikseite, sind dann nicht mehr fehlerlos möglich.

Bei fehlerhaftem Umbenennen können Zustände auftreten in denen die Logiken nicht mehr funktionieren, beispielsweise wenn ein Ausgang invertiert wieder auf den Eingang der selben Logik verknüpft wird.

Ein- Ausgänge invertieren: Jede Logik hat Ein- und Ausgänge, je nach Funktion können diese invertiert werden. Besteht diese Möglichkeit, wird dies durch das Symbol "1/0" dargestellt, je nachdem ob das Symbol Blau oder Grau ist, wird der Eingang oder der Ausgang invertiert.

Optionsdialog

Jede Logik besitzt spezifische Optionen, diese werden angezeigt wenn Sie auf die Logik doppelklicken oder mit der rechten Maustaste auf die Logik klicken.

Logik gui optdlg.png


Es gibt zwei Optionen für alle Logiken gleich sind:


  • Ausgänge zurücklesen: Ist der Ausgang der Logik mit einer Adresse verknüpft, wird am Ausgang immer der Zustand der Adresse angezeigt. Dieser Zustand kann unterschiedlich zum Verknüpfungsergebnis sein. Die Logik beschreibt die Adressen nur bei Änderung, das heißt, dass die Adresse auch von anderer Stelle aus beschrieben werden kann, beispielsweise von der Visualisierung oder von einem Taster aus. Dann kann der Zustand auftreten, dass beispielsweise eine UND Logik als Ergebnis eine 0 ausgeben müsste, der Ausgang aber auf 1 steht (weil die Adresse extern geändert wurde).
    Wichig: Diese Option kann bei Logiken zu Rückkopplungen führen bei denen auf die Zustände an den Ausgängen geachtet wird, beispielsweise bei Zuweisungen mit Rücksetzoption. Diese Option wird nur durch einen Doppelklick auf den Dialog sichtbar um ungewolltes aktivieren zu verhindern.
  • Aktiv: Logik aktivieren. Mit dieser Option kann die Logik deaktiviert werden, in der Logik wird dann die Titelleiste Rot angezeigt.
  • Zyklisch senden: Alle Ausgänge werden in diesem Zeitraum neu auf den Bus gesendet.
  • Name: Name der Logik. Bestimmte Logiken, wie beispielsweise Zähler, müssen einen eindeutigen Namen haben, daher sollte der Timestamp am Ende des Namns bei diesen Logiken nicht verändert werden.
  • Kommentar: Beliebiger Kommentar, dieser Kommenar wird als Tooltipp (rechte obere Ecke) oder als Überschrift angezeigt.

Tipp: Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf die Baumsicht – Seite klicken, können Sie alle Logiken einer Seite mit einem Mausklick deaktivieren. Eine Adresse sollte in der gesamten Logik nur einmal als Ausgang verknüpft werden. Muss eine Adresse mehrmals von Logiken beschrieben werden, beispielsweise Szenenadressen, dann muss die Logik KNX Ausgang mit der Option "Nur bei Änderung" verwendet werden,

Globale Einstellungen

Logik gui global settings.png



In diesem Dialog werden globale Einstellungen vorgenommen (15).

Zykluszeit: Dies ist die Zeit mit der die Logiken zyklisch auf Änderungen reagieren. Diese Zeit sollten Sie nur in Sonderfällen verstellen. Normalerweise reicht die Standardeinstellung von 100ms.

Diese Einstellung beeinflusst auch die Kommunikation der Logiken untereinender, besonders wenn viele Logiken hinterenander geschaltet werden und es auf schnelle Flankanauswertung ankommt, kann die Einstellung 10ms bzw. Echtzeit hilfreich sein.

Hinweis: Bei der Einstellung Echtzeit ist zu beachten, dass doppeltes beschreiben von Ausgängen die Logik blockieren kann.

Logiken verzögert aktivieren: Beim Speichern oder Neustart werden in diesem Zeitraum keine Ausgänge geschrieben. Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn an einer laufenden Anlage gearbeitet wird, an der keine Ausgänge verändert werden sollen. Erst nach Ablauf der Zeit werden wieder Ausgänge geschrieben sobald sich der Zustand ändert.

Debug

Über den Toolbutton Debug (12) werden die online Informationen ein- ausgeschaltet. Sobald debug Informationen übertragen werden, arbeiten die Logiken ca. 10-15% langsamer. Aus Sicherheitsgründen wird der Debug Mode nach 10 Minuten automatisch beendet. Danach muss dieser wieder über diesen Toolbutton (12) aktiviert werden.

Interne Adressen

Als interne Adressen werden Adressen bezeichnet, deren Hauptgruppe oder Mittelgrupp größer 15 sind. Diese Adressen werden nicht auf den KNX Bus gesendet. Werden beispielsweise Busadressen für Sollwerte verwendet, müssen diese auch von einem Busgerät gespeichert werden. 

Wenn Busadressen verwendet werden, müssen diese auch am Bus mit einem Gerät verknüpft sein, ansonsten gibt es am Bus immer Wiederholungen.

Wenn in den Logiken Adressen zur Speicherung von Werten verwendet werden, sollten dies immer interne Adressen sein,