Logik-GUI-Sonder-Lastabwurf

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Inhaltsverzeichnis

Funktion

Die Logik Lastabwurf bietet eine einfache Lastabwurfschaltung. Vorgegeben wird eine Abschaltgrenze und eine Messzeit. Ist bei der Messung die maximale Lastgrenze überschritten, beginnt der Ausgang
für die Warnung zu blinken. Ist nach einer weiteren Messung die Abschaltgrenze immer noch überschritten, wird der Ausgang Abschaltung auf 1 gesetzt. Bei jeder weiteren Messung beginnt der selbe Ablauf für das nächste Gerät. Ist die Lastgrenze wieder unterschritten, werden die Geräte in umgekehrter Reihenfolge wieder eingeschaltet.

Es können bis zu 255 Abwurfkanäle verwendet werden, alle Adressen müssen dabei fortlaufend nummeriert werden.

Ein-Ausgänge


Eingänge Funktion Ausgänge Funktion
1 Zaehler Impuls Wertimpuls vom EVU Zähler Aktuelle Lastgrenze kWh Aktuell berechnete Lastgrenze, steigt mit der Zeit die bis zum Resetimpuls vergeht.
2 EVU Resetimpuls Resetimpuls vom EVU Zähler (1/4 Stunden Impuls) Summe Impulse kWh Info: Summe der EVU Zählimpulse
3 Lastgrenze kW Lastgrenze in kW für den Zeitraum zwischen den Resetimpulsen Leistung letzer Impuls kW
______________________________
Info: Leistung letzter Impuls
4 Zeit Messung EVU s
____________________
Zeitabstand zwischen den EVU Resetimpulsen (normalerweise 900 für 15 Minuten) Leistung gesamt kW Info: Leistung gesamt
5

Leistung gesamt mittel kWh Info: Leistung gesamt mittel
6

Tendenz Info: Tendenz
-1 Leistung ist gesunken
0 Leistung ist gleich geblieben
1 Leisutng ist gestiegen
7

Abwurf Level (Mux inkl.) Info: Anzahl der abgeworfenen Kanäle

Parameter

Zählertyp
  • Impuls (EVU Zählimpuls)
  • Momentanleistung (zurzeit nicht aktiv)
Impulswert in Wh Leistung bei einem Zählimpuls in Wattstunden
Fenster Wiedereinschalten % Grenze in % für das Wiedereinschalten (berechnet aus aktueller Lastgrenze)
Kanal Anzahl Anzahl der Kanäle
Kanal Sperre HG Erste Adresse HG/MG Kanal sperre. Ist ein Kanal gesperrt, wird dieser beim Abwurf ausgelassen
Kanal Sperre MG
Kanal Abwurf HG Erste Adresse HG/MG des Verbrauchers
Kanal Abwurf MG

Messprinzip

Das Abwurfsystem arbeitet mit einer Verbrauchsberechnung bis zum Ende einer Messperiode (typsich 1/4 Stunden). Die Logik zählt die vom Zähler gelieferten Impulse, jeder Impuls entpricht einer elektrischen Arbeit welche in den Parametern festgelegt wird.

Aus der Impulsfrequenz wird die momentane Leistung berechnet. Diese Impulse werden über die Messperiode integriert und ergeben damit den mitteren Verbrauch.

Zu Beginn der Messung hat der Impulszähler den Wert 0, sobald ein Impuls vom Zähler eintrifft (positive Flanke), wird der Impulszähler inkrementiert, die Logik vergleicht den Zählerstand der aktuellen Periode mit den bis dahin berechneten Grenzwert.

Wird der Sollwert überschritten oder ist der Trend zum Ende der Periode zu hoch (Verbrauch bei gleichbleibender Energieaufnahme zu hoch), erfolgt eine Lastabwurfmaßnahme.

Liegt der Istwert im Neutralbereich (Tendenz = 0), wird kein Abwurf durchgeführt. Der Neutralbereich wird mit dem Prozentsatz Wiedereinschalten aus den Parametern definiert.

Berechnete Lastgrenze minus Neutralbereich ergibt die Wiedereinschatschwelle. Wird sie unterschritten, werden entlastete Geräte wieder zugeschaltet.

Nach Ende einer Meßperiode, deren Dauer (1/4 Stunden) einstellbar ist, beginnt der Ablauf wieder von Vorne.


Wichtig: Mit dieser Logik wird lediglich eine vorhersage getroffen, je nachdem wie viele Kanäle freigegeben wurden, kann die Lastgrenze auch überschritten werden. Durch zusätzliche Verbraucher welche nicht von dieser Logik kontrollert werden, oder wenn Kanäle nicht freigegeben sind, kann die Lastspitze auch überschritten werden.